Ausgangslage:
„The College Essay is Dead“ - Ist die Hausarbeit tot? Textgenerative KI-Tools stellen die Hochschullandschaft in rasanter Geschwindigkeit auf den Kopf. Die Unterscheidung zwischen menschlich- und KI-generierten Texten ist bei geschickter Nutzung kaum mehr möglich, wodurch auf Lehrenden- sowie Studierendenseite Unsicherheiten entstehen, wie mit dieser neuen Situation umgegangen werden kann und soll.
Der Workshop geht speziell auf die Prüfungsform schriftlicher Haus- und Abschlussarbeiten ein, deren Authentizität durch textgenerative KI-Tools aktuell besonders problematisch scheint. Es wird über das Wesen schriftlicher Prüfungen diskutiert und erörtert, was sich durch die studentische KI-Nutzung überhaupt ändert und wie auf diese Veränderungen konkret reagiert werden kann (bzgl. der eigenen Haltung, angepasster Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien, methodischer Veranstaltungen, einzelner Übungen und klarer Regeln). In diesem Workshop wird die Perspektive verfolgt, am Format der schriftlichen Haus- und Abschlussarbeit festhalten zu wollen. Der Workshop schafft Raum für den transdisziplinären und offenen Austausch über Erfahrungen mit und Ideen zur KI-Nutzung von Studierenden und Lehrenden im Prüfungskontext.
Bei allgemeinen Fragen zum Einsatz und Umgang mit KI in Studium und Lehre können Sie sich an die Kolleg*innen der Koordinierungsstelle digitales Lehren und Lernen (KoDi) wenden. Spezielle Fragen zum Recherchieren, Zitieren und zur guten wissenschaftlichen Praxis können an die Kolleg*innen der Kompetenzstelle Akademische Integrität gerichtet werden.
Inhalte:
- Textgenerative KI-Tools im Studium als Katalysator (Wie sehr steigt die studentische KI-Nutzung? Welche Probleme legt diese Nutzung offen?)
- Auswirkungen textgenerativer KI-Tools auf schriftliche Prüfungsleistungen (Wieso können menschlich- und KI-generierte Texte kaum unterschieden werden? Welche Kompetenzen will ich (trotzdem und überhaupt) prüfen?)
- Methoden zur Berücksichtigung des Potenzials von KI-Tools auf schriftliche Prüfungsleistungen (Wie kann ich mit der studentischen KI-Nutzung im schriftlichen Prüfungskontext umgehen?)
Ziele:
Die Teilnehmenden
- erläutern potenzielle Auswirkungen textgenerativer KI auf schriftliche Haus- und Abschlussarbeiten,
- identifizieren didaktische Ansätze, die einen förderlichen Umgang mit diesen Auswirkungen ermöglichen und
- vergleichen und bewerten unterschiedliche Methoden zum Umgang mit KI-Tools im Kontext schriftlicher Prüfungsleistungen.
Termin:
25.02.2026, 10-13 Uhr
Teilnehmer*innen
max.: 20
Ort:
Präsenz: Kisselberg (ZQ) (Nach der Anmeldung werden die genauen Informationen für die Workshops kurz vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung verschickt.)
Referentin:
Lena Sielaff, M.Ed. (Hochschuldidaktik, Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ))
Anmeldungen sind bis spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per Mail an lena.sielaff@zq.uni-mainz.de möglich. Der Workshop kann in Kombination mit Akademisches Prüfen mit und trotz KI: Semesterbegleitende Prüfungsformate besucht werden, beide Workshops sind jedoch auch unabhängig voneinander belegbar.
