Interne Akkreditierung

Die JGU bietet als systemakkreditierte Hochschule eigene Akkreditierungs- und Reakkreditierungsverfahren für sämtliche ihrer Studiengänge an. Die positive Systemakkreditierung bescheinigt der JGU, dass ihr Qualitätssicherungssystem im Bereich von Studium und Lehre geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten und dabei eine Qualitätskultur zu schaffen, die von einem breiten Qualitätsbewusstsein in der Hochschule getragen wird.

Die JGU hat 2011 als bundesweit erste deutsche Hochschule das offizielle Akkreditierungssiegel des Akkreditierungsrates erhalten und 2014 die damit verbundene Zwischenevaluation erfolgreich durchlaufen.

2016 wurde die JGU als eine von vier deutschen Hochschulen im Rahmen der sogenannten „Experimentierklausel“ seitens des Akkreditierungsrates ausgewählt, die Fortentwicklung des Akkreditierungswesens in diesem Experiment mitzugestalten.

Die JGU hat hierzu ein Verfahren entwickelt, das unter dem Titel des „Kollegialen Audits“ firmiert.

 

Leitidee des Kollegialen Audits

Ziel der Kollegialen Audits ist es, die durch die Systemakkreditierung extern zugewiesene institutionelle Selbstständigkeit in Fragen der Qualitätssicherung und Steuerung mit einem Audit-Verfahren zu verbinden, welches gegenüber dem derzeit starken Legitimationscharakter einen stärker Qualität entwickelnden Charakter aufweist.

Mit dem Ansatz des Kollegialen Audits sind an der JGU insbesondere vier Perspektiven verbunden:

  • Stärkung kollegialer Verantwortung: Kollegiale Audits sollen einen Beitrag zur Stärkung kollegialer Verantwortung in den Fächern leisten und kollegialen Austausch zum wesentlichen Prinzip der internen und externen Qualitätssicherung machen.
  • Thematische Fokussierung: Kollegiale Audits sollen an den konkreten universitätsinternen Herausforderungen ansetzen. Als Qualitätssicherungsverfahren fokussieren sie dabei auf spezifische Probleme und anlassbezogene Fragestellungen.
  • Reflexion statt Bewertung: Kollegiale Audits heben die in üblichen Begutachtungsverfahren obligatorische Differenzierung nach Bewertenden und Bewerteten auf. Sie stellen vielmehr auf das Prinzip der Peer-Beratung ab. Der Blick der Externen soll somit zur Reflexion der eigenen Praxis und nicht zu deren Bewertung beitragen.
  • Internationale Orientierung: Kollegiale Audits sollen durch länderübergreifende Kooperationen den internationalen Austausch zwischen Hochschulen in Fragen der Qualität von Studium und Lehre sowie der wechselseitigen Betrachtung von QM-Systemen fördern.

Die bestehende Systemakkreditierung der JGU ist im Zuge der Durchführung des Projekts „Kollegiales Audit“ im Rahmen der Experimentierklausel bis 2020 verlängert.