Deutsch-französische Modellkartierung kleiner Fächer; Standort Deutschland

Förderinstitution

VolkswagenStiftung Hannover

Projektlaufzeit

  1. September 2018 bis 31. August 2022

Kooperationspartner

Digitale Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Für Frankreich:

  • Ministère de lʼEnseignement supérieur, de la Recherche et de lʼInnovation
  • Conférence des présidents d'université
  • Alliance thématique nationale des sciences humaines et sociales

Ziel

Das Projekt versteht sich als erster Schritt mit Blick auf die Gewinnung einer vergleichenden Perspektive auf die Situation kleiner Fächer in Europa. Mit der Entwicklung eines Konzepts für eine deutsch-französische Modellkartierung und der darauf aufbauenden Kartierung kleiner Fächer soll zum einen die Europäische Gemeinschaft in die Lage versetzt werden, den Erhalt des kulturellen Erbes Europas zu unterstützen, der auf den Kompetenzen vieler kleiner Fächer fußt. Zum anderen dient das Projekt der besseren internationalen Sichtbarkeit und Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den kleinen Fächern und gibt hochschulpolitischen Akteuren die Möglichkeit, die Lage der kleinen Fächer über die nationalen Grenzen hinweg einzuschätzen. Entscheidungsträgerinnen und -trägern wird damit perspektivisch die Möglichkeit eröffnet, sich bei hochschulstrategischen Entscheidungen zur Entwicklung kleiner Fächer über nationale Grenzen hinweg zu vernetzen und strategisch zu positionieren.

Inhalt

In Orientierung an der deutschen Arbeitsdefinition „kleines Fach“ wird in einem ersten Schritt ein Konzept für eine deutsch-französische Modellkartierung von fünf ausgewählten altertumswissenschaftlichen Fächern entwickelt. Dieses Konzept soll dann sukzessive um die Strukturen in weiteren europäischen Ländern ergänzt werden. Das deutsch-französische Konzept ist demgemäß als Blaupause gedacht, die den Weg für eine gesamteuropäische Kartierung ebnet. Im Anschluss an die Modellkartierung ist neben der Erweiterung um weitere Nationen Europas auch die stufenweise Aufnahme zusätzlicher Fächer vorgesehen.

Untersuchungsdesign/ Methodisches Vorgehen

Mit Blick auf eine deutsch-französische Modellkartierung ausgewählter kleiner Fächer stehen für die erste Projektphase die Präzisierung der Erhebungskriterien sowie die beispielhafte Erhebung von Daten im Vordergrund, die für die europäische Ebene relevant. In der zweiten Projektphase sollen die gesammelten Erfahrungen und Informationen gemeinsam mit weiteren europäischen Partnerländern erörtert und unter Berücksichtigung der jeweils landesspezifischen Situation in ein Gesamtkonzept transferiert werden. Ein weiteres Arbeitspaket gilt der Entwicklung eines technischen Konzeptes für eine europäische digitale Plattform, in der die Forschungsdaten länderübergreifend erfasst, harmonisiert und die darauf aufbauenden Kartierungsergebnisse analysiert und innovativ präsentiert werden können. Ein zentrales Element des beantragten Projektes ist die Vernetzung und Verständigung der europäischen Kooperationspartner. Über regelmäßige Arbeitstreffen soll die europäische Zusammenarbeit im Aufbau einer gemeinsamen Plattform gestärkt und konkretisiert werden. Zum Abschluss des Projekts ist ein Transferworkshop mit allen involvierten Kooperationspartner*innen sowie weiteren zentralen Akteuren aus der Hochschulsteuerung und -administration der beteiligten Länder geplant. Der Workshop soll vor allem dazu dienen, das im Rahmen des Projekts entwickelte Konzept einer gesamteuropäischen Kartierung und Plattform kleiner Fächer vorzustellen und zu bekräftigen.