Ausgangslage:
Standardisierte Prüfungen stellen insbesondere in Großveranstaltungen ein beliebtes und oft genutztes Prüfungsformat dar. Sie dienen der Qualitätssicherung, der reliableren und objektiveren Leistungsüberprüfung und bieten sich aufgrund ihres standardisierten Charakters für eine objektive Vergleichbarkeit von Lernständen Studierender an. Zudem ermöglichen sie ein zeitökonomisches und effizientes Korrekturverfahren und eignen sich gut für eine leichte oder sogar in Teilen automatisierte Auswertung. Gleichzeitig sehen sich Lehrende oft mit der Schwierigkeit konfrontiert, auch höhere Kompetenzen durch standardisierte Prüfungsfragen abzufragen.
In diesem Workshop reflektieren die Teilnehmenden das Charakteristikum von Single Choice (SC)- und Multiple-Choice (MC)-Aufgaben und lernen, wo Vorteile, aber auch Grenzen standardisierter Prüfungen liegen. Zudem gibt es Raum für die eigene Erstellung kompetenzorientierter standardisierter Prüfungsfragen. Ziel ist es, sowohl die Funktion als auch die Intention standardisierter Prüfungen differenziert zu betrachten.
Inhalte:
- Effekte von (standardisierten) Prüfungen auf studentisches Lernen
- Hierarchisierung von Kompetenzniveaus
- Grundlagenwissen SC-/MC-Fragen: Aufbau, Einsatz und Formulierungsrichtlinien
- Qualitätskriterien für gute Fragen: Objektivität, Reliabilität, Validität
- Grenzen standardisierter Prüfungsformate
- Praktische Übungen zur Beurteilung und Formulierung anwendungsorientierter SC-/MC-Fragen
- Strategien zur Integration kompetenzorientierter Fragen in die eigene Lehrveranstaltung
Ziele:
Die Teilnehmenden…
- geben Effekte von Prüfungen auf studentisches Lernen wieder,
- können Kompetenzen durch geeignete Aufgabentypen in einer Prüfung abfragen,
- formulieren kompetenzorientierte SC-/MC-Fragen,
- können Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Fragetypen einschätzen und Beispiele beurteilen,
- berücksichtigen Gütekriterien bei der Formulierung, Planung oder Überarbeitung standardisierter Prüfungsfragen und
- integrieren kompetenzorientierte Fragen mit didaktischem Mehrwert in ihre Lehre.
Termin:
Montag, 18. Mai 2026, 10:00 - 14:00 Uhr
Ort:
Präsenz, JGU, Seminarraum 01-229 (K 103), Isaac-Fulda-Allee 2b-c, Kisselberg
Referentin:
Merle Sophie Rockstroh, M.A., M.A. (Hochschuldidaktik, Zentrum für Wissenstransfer und Weiterbildung)
Anmeldungen sind bis spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per Mail möglich.
