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Johannes Gutenberg- Universität Mainz |
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Ausschreibung: Belohnungssystem für herausragende Hausarbeiten in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der JGUHintergrund und ZielsetzungIm Rahmen des Programms "Pro Geistes- und Sozialwissenschaften", das seit Februar 2009 Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen entsprechender Fächer bündelt, wurden im Teilprojekt "Qualität der Lehre" eine Reihe von Initiativen im Bereich der Lehre empfohlen. Neben der Entwicklung einer Lehrstrategie, der Wiedereinführung universitätsinterner Lehrpreise auf Fachbereichsebene, der Ausschreibung von Lehrprojekten und der Auszeichnung von Abschlussarbeiten wurde ein Belohnungssystem für herausragende Hausarbeiten als Fördermaßnahme in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der JGU empfohlen. Unter den Bedingungen der neuen Studiengänge nimmt in den Geistes- und Sozialwissenschaften die Bedeutung der Abschlussprüfungen ab, wohingegen Studienleistungen und Modulprüfungen immer wichtiger werden. Hausarbeiten werden somit abschlussnotenrelevant und gewinnen ein bedeutend größeres Gewicht als früher. Gleichzeitig kommen sie im Studium aber auch viel häufiger vor, was die zeitlichen Möglichkeiten und zugleich die Bereitschaft, sich tief in ein Problem einzuarbeiten, tendenziell verringert. Um einem pragmatischen Zug zum rein Notwendigen entgegenzuwirken und während des Studiums die vertiefende Beschäftigung sowie die Fähigkeit zur verständlichen und präzisen Darstellung zu fördern, braucht es neue Instrumente. Die Prämierung herausragender Hausarbeiten in den Geisteswissenschaften schafft hier ein Anreizsystem. BewertungskriterienUm auf eine qualitative Verbesserung von Hausarbeiten auf möglichst breiter Basis hinzuwirken, ist die Festlegung und Veröffentlichung transparenter Kriterien, an denen sich die Studierenden beim Anfertigen ihrer Arbeiten orientieren können, eine zentrale Voraussetzung. Die Fachbereiche müssen sich aus diesem Grund über einen oder mit Blick auf die jeweiligen Studiengänge mehrere Kriterienkataloge verständigen. Zu nennen wäre hier beispielsweise die Fähigkeit zur strukturierten, knappen und präzisen Darstellung komplexer Sachverhalte. Die sprachliche und formale Korrektheit sollten dabei selbstverständlich sein; ebenfalls in die Bewertung mit einfließen könnte ein besonderes persönliches Engagement. Ein begrüßenswertes Resultat der Ausarbeitung von Kriterienkatalogen wäre, dass die Frage von gemeinsamen und transparenten wissenschaftlichen Standards stärker ins Bewusstsein der Fächer gerückt würde. Organisation und MittelverteilungInsgesamt liegt die organisatorische Umsetzung bei den Fachbereichen. Über die Hausarbeitenprämierung entscheidet der Fachbereichsrat auf Vorschlag der Betreuerinnen oder Betreuer. Die Hausarbeiten werden jährlich ausgezeichnet. Die Höhe des Preisgeldes beträgt 150 €. Die Universität stellt den Fachbereichen jährlich Mittel zur Verfügung, die ausschließlich zur Prämierung von Hausarbeiten zu verwenden sind. Der Gesamtrahmen beläuft sich auf 50 zu vergebende Preise. Diese werden folgendermaßen auf die einzelnen Fachbereiche verteilt:
BreitenwirksamkeitÜber die Prämierungsmöglichkeit wird universitätsweit informiert (Plakatierung, Online-Informationen usw.). Die Übergabe des Preises erfolgt bei einem fachbereichsöffentlichen Anlass. Um eine möglichst breite Öffentlichkeitswirksamkeit zu erzielen und somit auch die Attraktivität des Preises zu erhöhen, sollte den Preisträgern angeboten werden, die Hausarbeiten universitätsintern zu veröffentlichen. Als besonders vielversprechend wird die Einrichtung eines Online-Publikationsorgans vorgeschlagen, in dem Kriterien und ausgezeichnete Hausarbeiten in professioneller Form öffentlich zugänglich gemacht werden. |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 25.02.2010 |
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