Begleitung: "hörSpiele: Förderung einer demokratisch-partizipativen Musikkultur"

Kooperation mit dem Institut für Soziologie an der hiesigen Universität wurde das ZQ vom Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz beauftragt, im Rahmen des BLK-Programms ‚Bildung im Medienzeitalter’ den Schulversuch "hörSpiele – Förderung einer demokratisch-partizipativen Musikkultur" wissenschaftlich zu begleiten. Modellhaft wurde hierbei die Einführung eines neuen Moduls im Musikunterricht erprobt. Während einer dreijährigen Pilotphase wurde dieses Modul zunächst in den fünften, sechsten und siebten Klassen in insgesamt neun Schulen eingeführt. An dem Pilotprojekt waren alle Schultypen des Landes beteiligt.

Das von der Musikerin und Komponistin Dorothé R. Marzinzik entwickelte Konzept trägt im Wesentlichen die Intention, eine Unterrichtsform anzubieten, die ohne musikalische Vorerfahrungen den Schülerinnen und Schülern erlaubt, sich in aktiver und produktiver Weise am Unterricht zu beteiligen. Damit soll das Projekt dazu beitragen, dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft an Musik und in einem weiteren Sinne an Kultur partizipieren können.

Die wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs konzentrierte sich dementsprechend auf die Frage, inwieweit ein Erfolg des Projektes unabhängig von musikalischen Vorerfahrungen und Leistungsdifferenzen sowie dem spezifischen Engagement der einzelnen Lehrerinnen oder Lehrer festzustellen ist. Daneben sollte untersucht werden, ob Ausstrahlungseffekte des Projektes auf das Sozialklima des Klassenverbandes festzustellen sind.

Methodisch wurden sowohl quantitative als auch qualitative Zugänge gewählt. Hierzu gehören schriftliche Befragungen der beteiligten Schülerinnen und Schüler, Interviews mit Fach- und Klassenlehrern sowie vergleichende Unterrichtsbeobachtungen. Die Erhebung der Daten fand in den Jahren 2001 bis 2003 statt, so dass für diesen Zeitraum ein Panel vorliegt.

Die Ergebnisse des Projektes wie auch jene der wissenschaftlichen Begleitung sind publiziert und beim Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (Speyer) zu beziehen.