Forschung zu Wegen in die Naturwissenschaften

Anknüpfend an die ebenfalls vom ZQ durchgeführte die Evaluation des SchülerInnenlabors am Fachbereich Chemie und Pharmazie der Mainzer Universität wurde eine Untersuchung zur Entwicklung des Interesses der Schülerinnen und Schüler an den naturwissenschaftlichen Schulfächern und der Mathematik durchgeführt. Mit dem Untersuchungsvorhaben war beabsichtigt, den Übergang von der Mittelstufe in die Leistungskurse der Oberstufe nachzuzeichnen.

Aus Studieneingangsbefragungen wurde deutlich, dass die Wahl der Leistungs- und Grundkurse die Studienfachwahl entscheidend vorstrukturiert; wobei die Wahl der Leistungskurse in der Mittelstufe vorbereitet wird, die zugleich als überaus schwierige Schulphase gilt.

 

Untersuchungsansatz

Das Forschungsprojekt "Naturwissenschaften in der Schule" untersucht die Fachorientierung von Schülerinnen und Schülern. Dabei soll der Zusammenhang von sachlichem Interesse an Natur- bzw. Technikphänomenen mit dem Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern und der Mathematik überprüft werden. Die gewählte Methode des Längsschnitts ist in dieser Form noch nicht angewandt worden. Da sie in der Lage ist, den Verlauf der Orientierungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler auf der Individualebene abzubilden, verspricht sie neue Einblicke und Erkenntnisse.

Befragt wurden zunächst die Sachinteressen, denen die Fächer präferenzen in der Schule gegenübergestellt wurden. Dieser Zusammenhang wurde anschließend mit einer Reihe von Faktorengruppen verbunden (Schulleistungen der Schüler, Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit, allgemeine Orientierungen/Ziele der Jugendlichen, Freizeitaktivitäten, häusliches Umfeld und schulische Faktoren wie Sympathie gegenüber den Fachlehrern). In die Fragen nach den jeweiligen Fächerpräferenzen und LehrerInnensympathie wurden hierbei nicht nur naturwissenschaftliche Fächer, sondern der gesamte Fächerkanon berücksichtigt, um etwaige intervenierende Effekte bspw. eines insgesamt wachsenden allgemeinen Desinteresses an der Schule kontrollieren zu können.

Das Projekt erstreckte sich über 3 Jahre: 2002 wurde die gesamte Klassenstufe 9 ausgewählter Gymnasien und Gesamtschulen in Mainz und Umgebung befragt; 2003 und 2004 wurden die Schülerinnen und Schüler, welche die Klassenstufe 10 bzw. 11 erreicht hatten, nochmals befragt.

Zentrale Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

Uwe Schmidt (Hg): Übergänge im Bildungssystem. Motivation - Entscheidung - Zufriedenheit. Wiesbaden 2006.