Mündlich Prüfen 4 - Mündlich Prüfen im Anschluss an die Protfolioarbeit

Ausgangslage

Mündliche Leistungsnachweise können sehr effizient sein, weil mit relativ wenig Zeitbedarf – meist weniger als für die Korrektur von schriftlichen Prüfungen aufgewendet wird – interaktiv auf die Gedankengänge der Studierenden eingegangen werden kann. Gleichzeitig können die Prüfenden erkennen, wie Studierende mit Rückfragen und Antworten auf die vorgelegten Problemstellungen umgehen. Dabei stellen sich drei Herausforderungen:

  1. Wie können sich die Studierenden auf die mündlichen Prüfungen vorbereiten? Resp., wie kann die Prüfung so angelegt werden, dass eine vertiefte und engagierte Vorbereitung stimuliert wird?
  2. Wie kann eine transparente Bewertung erreicht werden? Da die Bewertung oft eine Expertenbewertung darstellt, die intuitiv aufgrund der Leistungen erfolgt und erst im Nachhinein mit Kriterien begründet wird gestaltet sich der Bewertungsprozess sehr sensibel.
  3. Wie können sowohl die Aufgaben als auch die Bewertungen über einen langen Prüfungstag vergleichbar gehalten werden?

In diesem Workshop werden vier Prüfungsformate besprochen und trainiert. Die Teilnehmenden können sich jene auswählen, die sie schon anwenden und allenfalls verändern wollen oder jene, die möglicherweise in Frage kämen. In allen Formaten werden die Vorbereitung der Studierenden, ein vergleichbarer Ablauf und die faire Bewertung besprochen.

Thema 4: Im Anschluss an die Portfolioarbeit können mündliche Prüfungen sinnvoll durchgeführt werden. Studierende stellen hierzu ihre Arbeiten, Falllösungen, PBL-Sequenzen, Projekte z. B. mithilfe von Zusammenfassungen, Grafiken etc. vor. Sie demonstrieren und argumentieren selbständig und glaubwürdig, warum sie die Modulziele erreicht haben. Im Anschluss wird anhand der Artefakte nachgefragt und diskutiert. Ein solches Vorgehen bietet sich auch in Prüfung nach der abgeschlossenen Projektarbeit an.

Lernziele

Die Teilnehmenden …

  • erarbeiten Strategien, wie sie ihre Studierenden auf eine Portfolioprüfung vorbereiten können.
  • üben die Gestaltung von Portfolioprüfungen.
  • trainieren die Formulierung gezielter Nachfragen zum Lernprozess und zur Aufgabenerfüllung.
  • entwickeln Strategien zur Bewertung der Zielerreichung. Insbesondere, wenn die Ziele noch nicht erreicht sind, jedoch erkennbar ist, dass die Studierenden selbstständig weiter lernen können.
  • diskutieren verschiedene Beurteilungs- und Bewertungsmöglichkeiten (Selbstbeurteilung, Beurteilung durch Peers, Bewertung durch die Lehrenden).

Ihr Referent: Prof. Dr. Manfred Künzel

Datum: 13.10.2017 (13:30-17:15 Uhr)

Veranstaltungsort: SB II, 05-432

Max. Teilnehmendenzahl: 16

 

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