Kompetenzorientierung des Moduls „Biologische Psychologie“

Zielsetzung

Das Modul „Biologische Psychologie“ besteht aus den folgenden drei Veranstaltungen, die alle von einem Lehrenden durchgeführt werden:

Vorlesung: Biologische Psychologie I: Sinnesphysiologie (Durchführung im Wintersemester 2014/15)
Vorlesung: Biologische Psychologie II: Neurophysiologie (Durchführung im Sommersemester 2015)
Seminar: Ausgewählte Themen der Biologischen Psychologie I (Durchführung im Sommersemester 2015 und Wintersemester 2015/16)

Die Studierenden, die das Modul besuchen, befinden sich im 1./2. Semester des Bachelorstudiengangs. Die Prüfung kann erst nach dem 2. Semester abgelegt werden, wenn alle Veranstaltungen besucht wurden.
Das Modul weist folgende Besonderheiten auf: Es wurde eine neue Prüfungsform als Abschlussprüfung des Moduls festgelegt. Es soll genauer untersucht werden, wie kohärent die einzelnen Veranstaltungen sind und wie gut sie auf die Prüfung vorbereiten. Den eigentlich ersten Teil der Vorlesung stellt die Sinnesphysiologie dar (Wintersemester). Dennoch kann man das Modul auch mit der Vorlesung zur Neurophysiologie beginnen (Sommersemester). Derzeit liegen noch keine Ergebnisse vor, ob sich der Lernerfolg der Studierenden unterscheidet, je nach Modulbeginn. Zusätzlich ist die Studierendengruppe nach Aussage des Dozierenden sehr heterogen. Die Studierenden setzen sich hauptsächlich aus zwei Gruppen zusammen: Einerseits aus jungen Bachelor-Studierenden, die direkt nach dem Abitur das Studium aufnehmen, andererseits aus Studierenden mittleren Alters, die häufig bereits eine Ausbildung absolviert haben (vorwiegend im Bereich des Gesundheitswesens, z.B. Krankenschwestern) und nun noch ein Studium anschließen möchten, aber schon länger keine „Lernroutine“ mehr haben. Die Untersuchung soll auch darüber Aufschluss geben, ob es diese zwei Gruppen tatsächlich gibt und ob entsprechende Unterschiede im Lernerfolg feststellbar sind.

Konkrete Beschreibung der Maßnahmenumsetzung

In Kooperation mit dem Lehrenden des Psychologischen Instituts wurden verschiedene Fragebögen entwickelt. Die Bögen umfassen Fragebatterien auf Modul- und Veranstaltungsebene, Fragen zur allgemeinen Motivation, zu konkreten Lernzielen der einzelnen Veranstaltungen, zum Interesse an den einzelnen Veranstaltungen, Fragen zu Soziodemographischen Daten (z.B. Schulabschluss, Berufserfahrung), etc. Um die Ergebnisse verschiedener Messzeitpunkte miteinander verbinden zu können und auch die Note der Modulabschlussprüfung miteinbeziehen zu können, wird zusätzlich nach der Matrikelnummer gefragt.

Mit dieser Maßnahme sollen vor allem folgende Fragen beantwortet werden:

1. Wie wirkt sich das Modul auf den subjektiven Kompetenzerwerb, die Motivation, die Prüfungsangst und den Lernerfolg den Selbstwirksamkeitserwartungen der Studierenden aus?
2. Besteht ein Unterschied zwischen Berufserfahrenen und Schulabgängerinnen bzw. Schulabgängern hinsichtlich der Motivation, des subj. Kompetenzerwerbs, der Prüfungsangst, des Leistungsdrucks und der Selbstwirksamkeitserwartungen?
3. Welche Qualitätsmerkmale zeichnen/weist das Modul erheblich aus/auf?
4. Fühlen sich die Studierenden durch das Modul angemessen auf die Prüfung vorbereitet?
5. Ändert sich die subjektive Überzeugung der Studierenden hinsichtlich der eigenen Bewältigung der Modulanforderungen (Selbstwirksamkeitsüberzeugungen)?