Erprobung eines Rückmneldesystems für Leistungs- und Verständnisüberprüfungen in Lehrveranstaltungen (eduVote) in der Medizin

Zielsetzung

Die Vorlesung „Psychiatrie und Psychotherapie“ ist fester Bestandteil des Medizinstudiums an der JGU und findet einmal pro Semester statt. Die großen Studierendenzahlen dieser Vorlesung (dieses Semester 180 Personen) erschweren eine interaktive Unterrichtsgestaltung im Sinne des „Shift from teaching to learning“. Die insgesamt 25 Sitzungstermine werden von 15 unterschiedlichen Lehrpersonen gestaltet, die gemeinsam in eine Klausur am ende des Moduls münden. Momentan liegen keine Ergebnisse darüber vor, wie gut die einzelnen Lerneinheiten aufeinander abgestimmt sind und wie effektiv sie auf die einzelnen Teile der Klausur vorbereiten. Da die eduVote-Lizenz noch bis Ende des Wintersemester 2014/2015 genutzt werden kann, soll in diesem Wintersemester in möglichst vielen Sitzungen das Votingsystem eingebunden werden, um zu testen, ob die dadurch größere Aktivität der Studierenden auch zu einem besseren Lernerfolg führt. Um besser gewährleisten zu können, dass die Ergebnisse auch auf den Einsatz des Votingsystems zurückzuführen sind, wird im Sommersemester 2015 die gleiche Befragung in den gleichen Lerneinheiten eingesetzt – die dann allerdings ohne eduVote durchgeführt werden. Zusätzlich sollen Effekte der Zufriedenheit/Sympathie mit einzelnen Lehrpersonen kontrolliert werden.

Konkrete Beschreibung der Maßnahmenumsetzung

Im Sommer/Herbst 2014 wurde ein standardisierter Fragebogen entwickelt, mit dem im Wintersemester 2014/15 die Studierenden regelmäßig befragt werden sollen. Der Fragebogen wird bei jeder Veranstaltungssitzung eingesetzt, in der die jeweiligen Dozierenden eduVote zur Unterrichtsgestaltung einsetzen werden. Durch Angabe der Matrikelnummer sollen die Ergebnisse mehrerer Messzeitpunkte und die Klausurergebnisse gematcht werden können.
Es werden folgende Bereiche abgefragt: Mehrwert des Unterrichtsgeschehens, Effektivität beim Lernen, Interesse am Thema/Bewertung des Dozierenden, Soziodemographische Daten und Matrikelnummer. Im folgenden Sommersemester soll der gleiche Fragebogen eingesetzt werden, allerdings wird bei der Unterrichtsgestaltung dann komplett auf ein aktivierendes Votingsystem verzichtet.