Mainzer Arbeitsstelle Kleine Fächer

Die Arbeitsstelle Kleine Fächer an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist ein Projekt, das auf die – durch die Hochschulrektorenkonferenz 2007 erstmals in Auftrag gegebene – Potsdamer Kartierung zurückgeht. Sie wird mittlerweile unterstützt vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und führt das bis 2012 an der Universität Potsdam angesiedelte Projekt zur "Kartierung der sogenannten Kleinen Fächer an deutschen Universitäten" fort.

Die Leitung der Arbeitsstelle haben die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Univ.-Prof. Dr. Mechthild Dreyer, und Univ.-Prof. Dr. Uwe Schmidt, inne.

Das Projekt sammelt Daten zur gegenwärtigen Situation der sogenannten kleinen Fächer in Deutschland und stellt die Ergebnisse in einer Datenbank bereit. Darüber hinaus zielen die Untersuchungen der Mainzer Arbeitsstelle darauf, die Ausdifferenzierung in große und kleine Fächer aus wissenschaftshistorischer und -theoretischer Perspektive zu erhellen und somit einen Beitrag zum Selbstverständnis der deutschen Wissenschaftskultur zu leisten. Gegenwärtig erfasst die Arbeitsstelle 119 sowohl geistes- als auch naturwissenschaftliche kleine Fächer an 80 Hochschulen.

Von 2014 bis 2016 führte die Mainzer Arbeitsstelle Kleine Fächer im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Studie zur Internationalisierung in den Kleinen Fächer durch. Im Rahmen der Studie wurden die Partizipation der kleinen Fächer an europäischen Fördermaßnahmen sowie die rückwirkenden Folgen für die Organisation und die Grundlagen der kleinen Fächer untersucht. Darüber hinaus wurden weitere Aspekte der Internationalisierung, wie bspw. Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Wissenschaftler_innen, in den Blick genommen, um die Ausgestaltung der Internationalisierung in ihrer Bedeutung für die kleinen Fächer zu erfassen.

Derzeit beschäftigt sich die Arbeitsstelle Kleine Fächer auf Grundlage einer Expert_innenrunde sowie der Behandlung im Senat der HRK mit einer Überarbeitung der Definition des Begriffs ‚Kleines Fach‘ und somit auch der Kartierung der sogenannten kleinen Fächer.