Evaluation des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre)

Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre) wurde der Hochschulpakt 2020 um ein Förderprogramm ergänzt, welches auf mehrere zentrale Aspekte fokussiert, die für Studierende an deutschen Hochschulen in ihrem Studienalltag Relevanz besitzen. Die vielfach geforderte Qualitätsoffensive soll neben einer Verbesserung der quantitativen und qualitativen Betreuungsverhältnisse sowie der didaktischen Kompetenzen der Lehrenden auch den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Studierende beinhalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung und fördert 186 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern.

Mit der Durchführung der Evaluation des Qualitätspakt Lehre hat das BMBF das Konsortium bestehend aus dem Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) und der Prognos AG beauftragt.

Für die Evaluation des Qualitätspakts Lehre ist eine Herangehensweise vorgesehen, welche sowohl die Bewertung bereits aufgetretener Effekte des Förderprogramms als auch die Entwicklung von Empfehlungen für eine entsprechende Anpassung und Weiterentwicklung der Maßnahmen ermöglicht. Die Evaluation fokussiert dabei insbesondere auf die folgenden Aspekte:

  • Ausgestaltung des Förderprogramms sowie des Auswahl- und Bewilligungsverfahrens,
    Profil und Wirkung des Förderprogramms
  • Grad des Erkenntnistransfers zwischen den einzelnen Hochschulen und in die Hochschullandschaft insgesamt,
  • Einordnung des Förderprogramms in das Förderumfeld sowie
  • Darstellung der (auch nicht intendierten) Wirkungen des Programms auf die geförderten Hochschulen und die Studienqualität.

Kennzeichnend für den Evaluationsgegenstand sind insbesondere die strukturelle und inhaltliche Heterogenität der über 250 geförderten Projekte, die Komplexität des Förderumfelds sowie die Wechselwirkungen zwischen Programm- und Projektebene. Wenngleich die Evaluation auf die Effekte auf Ebene der Gesamtprogramms abstellt, ist die Betrachtung sowohl der Projekt- als auch der Programmebene sowie deren Verknüpfung miteinander notwendig, da der Erfolg und die Wirkung einzelner Projekte ein zentraler Indikator für den Erfolg und die Wirkung des Förderprogramms insgesamt ist.

  • Auf der Programmebene liegt hierbei der Fokus auf der inhaltlichen Ausrichtung des Qualitätspakts Lehre (Programmziele), den durch BMBF und PT-DLR zur Verfügung gestellten Ressourcen, den gegebenen Strukturen und Prozessen sowie den daraus resultierenden Ergebnissen im Hinblick auf das Programm.
  • Auf der Projektebene werden die Projekte bezüglich deren Ziele, Strukturen und Prozesse sowie der daraus resultierenden Ergebnisse analysiert. Im Mittelpunkt steht hier nicht die Evaluation der Einzelprojekte, sondern die typisierende Darstellung der Bedeutung für das gesamte Programm sowie die Erörterung typischer Monita oder positiver Erfahrungen.

Im Interesse einer ausgewogenen Programmevaluation werden sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsinstrumente eingesetzt. Hierzu zählen neben Dokumentenanalysen auch Online-Befragungen, leitfadengestützte (Telefon-)Interviews mit Verantwortlichen auf Programm- und Projektebene, regelmäßige Abfragen relevanter hochschulstatistischer Daten sowie Fallstudien.